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Mariä Himmelfahrt mit Kräuterweihe in Umpfenbach

Es war ein Fest, das nach Sommer roch: nach Wiesenkräutern, nach reifender Erde und nach jener stillen Hoffnung, die in den alten Festen des Kirchenjahres aufscheint.

In der katholischen Kirche St. Philippus und St. Jakobus in Umpfenbach feierte Pfarrvikar Krzysztof Winiarz den Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt und segnete die mitgebrachten Kräuterbüschel, die im Volksmund als „Wurzberde“ bekannt sind.

Schon der Blick auf die bunten Sträuße machte deutlich, dass dieses Hochfest nicht nur mit Worten, sondern mit allen Sinnen gefeiert wird. Das Grün der Kräuter, der Duft der Blüten, das sorgsame Binden der Büschel — all das erzählte von einer Frömmigkeit, die den Himmel nicht gegen die Erde ausspielt, sondern ihn mitten in der Schöpfung ahnen lässt.

In seiner Predigt entfaltete Pfarrvikar Winiarz Mariä Himmelfahrt als „Fest der Freude und des Heils“. Gott schenke Heil und Segen, sagte er sinngemäß, und lasse den Menschen in der Würde seines Lebens die Herrlichkeit Gottes erkennen. Im Reigen der frohen und lebensbegeisternden Feste des Kirchenjahres stehe dieser Tag für eine Zusage, die weit über ein frommes Bild hinausreiche: Der Mensch ist mit Leib und Seele von Gott gewollt.

Nach dem Segen nahmen die Gläubigen ihre Kräuterbüschel mit nach Hause. Dort erinnern sie, wie es der Brauch will, an Schutz, Dankbarkeit und die heilende Nähe Gottes im Alltag. Die Kräuterweihe ist dabei mehr als Folklore: Sie ist eine kleine Theologie der Schöpfung, ein Zeichen dafür, dass Glaube auch duftet, wächst, blüht und im Haus seinen Platz findet.

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