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Patronatsgottesdienst am 21. Juni

Vom Wüstenvater zum Ohrwurm. Wie Eichenbühl den heiligen Antonius in die Charts des Gotteslobs katapultierte. Wer sagt eigentlich, dass Kirchenfeste immer bierernst sein müssen? Der Patronatsgottesdienst am 21. Juni in der vollbesetzten Eichenbühler Pfarrkirche St. Cäcilia bewies das glatte Gegenteil: Es war eine furiose Mischung aus spirituellem Tiefgang, einem echten Hit-Debüt und einem schattigen Pfarrgarten, der zeitweise zur kulinarischen Brücken-Party avancierte.

Im Zentrum des Geschehens: Ein sichtlich gut gelauntes Seelsorger-Duo, ein kreativer Organist und ein Heiliger, der wohl selbst staunend gelauscht hätte.

Die Predigt: Antonius von Padua (oder wie man ein Erftal zusammenschweißt).

Pfarrer Artur Fröhlich und Pfarrvikar Krzysztof Winiarz bewiesen auf der Kanzel und im Chorraum echtes Teamwork und verpassten dem heiligen Antonius – immerhin der stolze Namenspatron der Pfarreiengemeinschaft Erftal und Höhen – ein gehöriges Update.

In einer kurzweiligen Predigt und Ansprache entstaubten sie das Leben und die Legenden des Kirchenvaters gründlich. Statt verstaubter Geschichtsstunde gab es den heiligen Antonius als zeitlosen Influencer für den Glauben, der die Brücke aus der Historie direkt in das moderne Eichenbühler Alltagsleben schlug. Das Fazit der Geistlichen: Antonius taugt auch 2026 perfekt als Wegweiser durch die Stürme der Gegenwart.

Fünf Strophen für ein Halleluja: Der neue Hit im Gotteslob.

Der unbestrittene Höhepunkt, auf den die Gemeinde hingefiebert hatte, war die offizielle Premiere des neuen Antoniusliedes. Komponiert und getextet vom lokalen Musik-Insider Wolfgang Fischer (Musiker und Organist aus Eichenbühl-Pfohlbach), entpuppte sich das Werk als echter Ohrwurm mit Tiefgang.

Die Vorgeschichte: Ganz heimlich war die Nummer bereits im November 2025 zusammen mit der Singgruppe „Lichtblick“ performt worden – als hochmusikalisches Geschenk zum 60. Geburtstag von Pfarrer Artur Fröhlich.
Das Werk: Stolze fünf Strophen umfasst das Patroziniumlied, das die perfekte Balance zwischen dem historischen Antonius und moderner Relevanz schafft.
Die Zukunft: Die Begeisterung in St. Cäcilia war so groß, dass der Plan, das Lied als offiziellen Eigenteil in das Gotteslob-Gesangbuch einzuschmuggeln, wohl nur noch Formsache sein dürfte.

Text und Bilder: Roland Schönmüller