Pfarrer Artur Fröhlich führte mit sichtlich blendender Laune durch das Hochamt. In seiner Predigt knöpfte er sich die Geschichte und die tiefere Symbolik des Erzengels vor und schlug dabei den eleganten Bogen ins Hier und Jetzt.
Im Fokus stand das hebräische Kernwort Mi-ka-el, was übersetzt nichts anderes heißt als: „Wer ist wie Gott?“ Ein Ruf, der laut Fröhlich heute aktueller ist denn je zur Entschlackung für die Seele taugt. In Zeiten, in denen sich der moderne Mensch dank Smartphone, KI und Optimierungswahn gerne mal selbst für den Nabel der Welt und unfehlbar hält, verpasst uns Michael einen heilsamen Ego-Check. „Wer ist wie Gott?“ ist nämlich kein Spielverderber-Spruch, sondern eine echte Erleichterung: Wir müssen und können eben nicht alles kontrollieren. Es tat sichtlich gut, diese Botschaft mitten im Odenwald so erfrischend serviert zu bekommen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst begleitet von Organist Wolfgang Fischer, der an den Tasten und Registern sein Können zeigte.
Bilder und Textbeitrag: Roland Schönmüller


