Im Kirchhof wurde das Osterfeuer entzündet – ein kraftvolles Symbol für das Licht, das in die Welt kommt. Mit feierlicher Geste wurde die große Osterkerze daran entfacht. Pfarrer Fröhlich trug das leuchtende Zeichen in die Mitte der Gemeinde, und das Licht wurde von Kerze zu Kerze weitergegeben. Die Gläubigen im Hof und später in der Kirche ließen ihre eigenen Kerzen erstrahlen, sodass der dunkle Kirchenraum bald in warmem, natürlichem Licht leuchtete. Der Sonnenaufgang tauchte den Morgen in goldene Farben und verstärkte das Gefühl von Neubeginn.
Die Liturgie begann mit festlichem Gesang und ausgewählten Bibeltexten, die die Auferstehungsbotschaft lebendig machten. Die Atmosphäre in der Kirche mit dem traditionell wieder eingesetzten Orgelspiel zum Gloria war von Freude und Hoffnung geprägt – ein echtes Gemeinschaftserlebnis, das alle Anwesenden verband.
Im Anschluss lud die Pfarrei zum Osterfrühstück ins Pfarrheim ein. Dort warteten selbstgebackene Kuchen und liebevoll gedeckte Tische auf die Gäste. Wer wollte, konnte eine geweihte Osterkerze mit nach Hause nehmen, um das Licht und die Freude weiterzugeben.
Als das erste Licht des Ostersonntags die Nacht endgültig vertrieb, wurde nicht nur der Wechsel von Dunkel zu Tag spürbar. Vielmehr war es die erfahrene Glaubensgemeinschaft, die faszinierte und Mut machte. Die festliche Auferstehungsfeier in Heppdiel zeigte: Ostern bedeutet Hoffnung, Wärme und Zusammenhalt – und bleibt in den Herzen der Gemeinde lebendig.
Text und Bilder: Roland Schönmüller


