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Hundert Jahre Erste Hilfe – und kein bisschen müde

Die BRK-Bereitschaft Eichenbühl feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst, Fahrzeugweihe und reichlich Applaus für eine Truppe, die schneller hilft, als andere „Man müsste mal“ sagen – und dabei auch noch den Eindruck macht, als sei Helfen hier keine Aufgabe, sondern eine sehr gut geübte Gemeinde-Disziplin.

Pfarrer Artur Fröhlich schlug in seiner Predigt den Bogen vom barmherzigen Samariter zu den Idealen des Bayerischen Roten Kreuzes: Wer hilft, fragt nicht erst nach Zuständigkeit, Dienstgrad oder Wetter-App – er hält an, steigt aus und packt an. Kurz gesagt: Der Samariter hätte heute vermutlich Blaulicht, Funkgerät und irgendwo im Handschuhfach eine Packung Traubenzucker.

Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand die Weihe des neuen Mannschaftstransportwagens. Pfarrer Artur Fröhlich nahm das Gleichnis vom barmherzigen Samariter nicht als frommes Schaufensterstück, sondern als Einsatzprotokoll mit biblischem Copyright: hinschauen, hingehen, helfen. Der Samariter, so wurde deutlich, wäre heute vermutlich nicht nur mit Öl und Wein unterwegs, sondern mit Notfallrucksack, Funkgerät und einem Fahrzeug, das auch dann noch startet, wenn Eile geboten ist – also genau dann, wenn man es wirklich braucht.

Text und Bild: Roland Schönmüller

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