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Wenn die Glocken schweigen beginnt das Osterklappern

In Eichenbühl erwacht jedes Jahr in der Karwoche eine besondere Tradition zum Leben, die das Dorfbild für einige Tage prägt: das Osterklappern. Wenn die Kirchenglocken am Gründonnerstag nach dem Abendmahlsgottesdienst verstummen – im Volksmund „nach Rom fliegen“, um dort den Ostersegen zu empfangen – übernehmen die Kinder und Jugendlichen den Dienst des Läutens.

In diesem Jahr war es eine stattliche Gruppe von 27 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 16 Jahren, die durch die Straßen zogen. Diese breite Altersspanne zeigt, wie tief der Brauch in der Gemeinschaft verwurzelt ist: Die Älteren führen die Gruppe an und geben den Takt vor, während die Jüngeren behutsam in die Tradition eingeführt werden.
Der Ablauf der Tradition
Die Klapperzeiten: Dreimal täglich – morgens um 6 Uhr, mittags um 11:15 Uhr und abends um 17:15 Uhr – ziehen die Teilnehmer durch Eichenbühl.
Der Lärm: Mit hölzernen Instrumenten wie Klapperkästen, Ratschen oder Hammerklappern wird lautstark an die Gebetszeiten erinnert.
Die Sprüche: Während des Rundgangs werden traditionelle Reime gerufen, wie etwa „Oh heiliges Kreuz sei uns gegrüßt" oder „Ave, Ave Maria".

Die Belohnung: Am Karsamstag ziehen die Kinder von Haus zu Haus, um ihren „Lohn“ für das fleißige Klappern einzusammeln. Die Bewohner von Eichenbühl bedanken sich traditionell mit Eiern, Süßigkeiten oder kleinen Geldspenden.

Text und Bild: Verena Ballweg